Über mich

Ich bin Ursula von der Wense, Kinderkrankenschwester mit Schwerpunkt Neonatologie, Systemische Beraterin und vor allem ein großer Fan von gesunden Eltern-Kind-Beziehungen. Dass der Grundstein hierfür bereits sehr früh gelegt wird, darf ich in meiner täglichen Arbeit sehen und erleben. Gerade deshalb ist es mir ein Anliegen, Eltern bei einer schwierigen Startsituation zu unterstützen.

Meine Arbeit basiert auf den Gedanken der systemisch-lösungsorientierten Beratung, die den Menschen im Kontext seiner Beziehungen sieht. Daher ist meine Haltung als systemische Beraterin Ihnen gegenüber geprägt von Respekt, Wertschätzung, Ressourcen- und Lösungsorientierung.

Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch die Möglichkeit und Fähigkeit zur Lösung bereits in sich trägt. Es geht also nicht darum, dass ich Ihnen den richtigen Weg aufzeige, sondern darum, Ihnen einen Raum zu bieten, den für Sie passenden Weg zu entdecken und Lösungen zu entwickeln. Dazu nutzen wir verschiedene Methoden abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse und Ihre Anliegen. Dies sind oftmals praktische oder bildhafte Übungen, die Ihnen Ihren Weg aufzeigen. Das Ziel einer systemischen Beratung ist es daher auch, den Handlungsspielraum des Klienten zu vergrößern.

So gilt die Familie im systemischen Ansatz beispielsweise als ein System, das man sich wie ein Mobile vorstellen kann. Kommt jetzt durch das Baby ein neues Element zum Mobile dazu, gerät das Mobile aus dem Gleichgewicht und es gilt eine neue Balance zu finden. Sie geben bei diesem Ansatz vor, worum es in Ihrer Beratung gehen soll und welches Ziel Sie erreichen wollen. Manchmal verändert sich dies auch im Laufe des Beratungsprozesses.

  • 1990: Examen als Kinderkrankenschwester
  • 1992-1994: Fachschwester für pädiatrische Intensivpflege
  • 2001-2002: Case Management Schwerpunkt Nachsorge
  • 2010: SAFE® Mentorentraining – Sichere Ausbildung für Eltern. Ein Trainingsprogramm zur Förderung einer sicheren Bindung zwischen Eltern und Kind bei PD Dr. med. Karl-Heinz Brisch
  • 2016-2020: Systemische Beraterin/Therapeutin/Familientherapeutin bei Rheinisches Institut für Familien- und Systemtherapie e.V. (RIFS)
  • 2018: Lösungsorientierte Eltern-Säuglings-/Kleinkind Beratung- „Erste Hilfe“ bei Regulationsstörungen RIFS
  • 2018: Tragen im Tuch auch für Frühgeborene beim Ausbildungszentrum Laktation und Stillen
  • 2018: Mit hypnosystemischen Interventionen Eltern im ersten Lebensjahr unterstützen bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V.

Seit 1990 arbeite ich auf der Intensivstation für Früh- und Neugeborene der Unikinderklinik Bonn, wo wir nach dem Konzept der entwicklungsfördernden, familienzentrierten, individuellen Betreuung arbeiten. Sowohl die pflegerisch-medizinische Versorgung der kleinen Patienten als auch die psychosoziale Begleitung ihrer Eltern gehören zu meinen Hauptaufgaben. Konkret bedeutet das, dass ich Eltern unterstütze, eine gesunde Bindung zu ihrem Baby aufzubauen, sie durch Krisen begleite und ihre Elternkompetenz stärke.

Die vielen Familien, die ich während ihres Klinikaufenthalts und ihren erschwerten Familienstarts kennenlernen und begleiten durfte und darf, prägen mich und meine Arbeitsweise bis heute. Dabei staune ich immer wieder über die Bewältigungsstrategien und Ressourcen, über die sowohl die Eltern als auch die Kinder verfügen.

Von 2001-2004 habe ich den Verein zur Familiennachsorge Bunter Kreis Rheinland e.V. an der Unikinderklinik Bonn mit aufgebaut und Familien mit Frühgeborenen und kranken Neugeborenen während des stationären Aufenthalts und mehrere Wochen bis Monate nach der Entlassung beraten und begleitet.

Der Übergang von dem zwar fremdbestimmten, aber auch geschützten und schützdendem Krankenhausumfeld in das eigene häusliche Umfeld löst bei den Eltern oft ambivalente Gefühlen aus. Erleichterung einerseits, Sorge, ob und wie alles klappen wird, und Angst vor der alleinigen Verantwortung andererseits.
Meine Aufgabe in der Beratung – sei es bei Telefonaten oder Hausbesuchen – besteht darin, Fragen zu beantworten, Unsicherheiten zu nehmen und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten zu fördern, damit Familienleben und Bindung auch mit schwierigen Startbedingungen gut gelingen kann.

  • Menschen – von ganz klein bis groß – und vor allem deren gesunden Beziehungen
  • Meine Arbeit
  • Reisen und Fotografie. Es gibt immer wieder Schönes zu entdecken!
  • Last but not least: die Farben blau und türkis. Wer hätte das bei meiner Webseite gedacht? 😉

Der Platz reicht hier nicht aus. Aber ein paar Gründe in Kürze:

  • … weil ich mich freue, wenn Eltern gestärkt und sicherer mit ihrem frischen Familienzuwachs umgehen können, die Freude wächst – trotz mancher Schwierigkeiten.
  •  … weil jedes Gespräch, jede Beratung mit Eltern wie Puzzlen ist – das ganze Bild fügt sich immer weiter zusammen und wird immer schöner.
  • … weil ich sehe, wie prägend diese erste, ganz besondere Zeit ist. Ein konkretes Beispiel: Vor dem Baumarkt treffe ich eine Mutter mit ihrem Frühchen, dass ich sieben Monate zuvor betreut habe. Das Baby hebt die Arme und signalisiert, dass es von mir auf den Arm genommen werden will. Die Mutter reagiert erst sehr erstaunt, da das Baby sonst eher zurückhaltend ist, versteht aber schnell, dass es sich – trotz der langen Zeit – an meine Stimme erinnert.
  • … weil es mich immer wieder beeindruckt, über welche Ressourcen und Fähigkeiten Familien verfügen und wie sie mit etwas Unterstützung selber die Lösungen entdecken, die zu Ihnen passen.
  • … weil diese Art der frühzeitigen Beratung einen präventiven Charakter hat und die Probleme später viel schwerer zu lösen wären.
  • … weil ich großen Respekt davor habe, was Familien in einer schwierigen Startphase leisten.
Das Kind schaukeln - Baby - Schreibaby - Frühchen - Systemische Beratung Bonn