Frühchen & kranke Babys

Wenn Babys zu früh oder krank auf die Welt kommen, sind die gemeinsamen ersten Lebenswochen meistens geprägt von technischen Geräten (von Inkubator, Wärmebett, CPAP-Gerät bis hin zur Infusionspumpe), Kuscheln nur auf Zeit und vor allem der Fremdbestimmung durch die feste Krankenhausroutine sowie der Sorgen um das Überleben, die Entwicklung und Angst vor Spätfolgen.

Auf diese Situation sind nur die wenigsten Eltern vorbereitet. Nach der Entlassung spielt sich meist früher oder später so etwas wie Normalität ein. Die Sorgen, Ängste und Belastungen der Anfangszeit treten oftmals in den Hintergrund. Nicht selten kommen aber neue Sorgen dazu. Die Themen Ernährung, Gewicht, Entwicklung, Infekte, Bindung sowie mögliche Spätfolgen sind oftmals Grund für besorgte Gedanken und Fragen, die den Alltag erschweren und Kraft kosten.

Wenn Sie feststellen, dass Sie die Eindrücke aus dieser Anfangszeit noch belasten, Sie die Sorgen nicht loslassen und Sie nicht so nach vorne blicken können, wie Sie es gerne würden, dann lohnt es sich, gemeinsam Ihre Situation anzuschauen, um

  • das, was gewesen ist, zu sortieren, ihm Raum zu geben und zu entdecken, was Ihnen hilft, das Erlebte als Teil ihrer Geschichte zu sehen.
  • trotz der herausfordernden Startbedingungen Zuversicht und Vertrauen in Ihre Fähigkeiten als Eltern und die Kompetenzen ihres Babys zu entwickeln.
  • Bindung zu fördern, die in der Anfangszeit möglicherweise zu kurz kam und eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung Ihres Babys ist.
  • herauszufinden, in welchen Aspekten Sie sich Veränderung wünschen und wie Sie dieses Ziel erreichen können.
  • als Familie in einen geregelten, “gesunden” und vor allem unbeschwerten Alltag zu finden.
  • zu würdigen, was Sie als Familie in den vergangenen Monaten geleistet haben und was jetzt schon richtig gut klappt.